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29. August

Ihr Lieben,

 

wieder liegt ein wunderbares Kurs-Wochenende hinter uns und mir klingt immer noch unser häufiges Lachen im Ohr, weil wir drei beim Nähen wirklich viel Spaß zusammen hatten. Am Ende waren zwei goldige Puppenkinder namens Emma und Eddie geboren, die nun so nah beieinander wohnen, dass sie ein richtiges Geschwisterpärchen sind, aber das erkennt man ja eigentlich auch schon an ihrer Kleidung und den roten Haarschöpfen:-)). Ich fand es eine tolle Idee von den beiden handarbeitserfahrenen Freundinnen, ihren Puppenkindern Kleidersets aus den gleichen Stoffen zu nähen. Eddie hat sogar noch ein hübsches Strickjäckchen und einen süßen kleinen Rucksack dazu bekommen. Die Näh- und Vorfreude der beiden Kursteilnehmerinnen, die allein schon an den Outfits zu erkennen war, konnte ich aber auch im Kurs "live" erleben. Die beiden Frauen haben sich so richtig von Herzen und wie Kinder über ihre Puppenseelchen gefreut!! Wir haben in ganz gemütlicher Atmosphäre genäht, gestopft, gestickt und gehäkelt und ich habe es wieder sehr genossen, dass wir uns für alle Schritte richtig Zeit lassen konnten. Und wir drei haben es auch genossen, von meinem Mann verwöhnt zu werden, der wieder für uns kochte und sich um den ganzen Haushalt kümmerte, damit wir uns in der Werkstatt und auch draußen im Garten unseren Puppenkindern widmen können.

 

Ich finde es besonders schön, wenn zwei Freundinnen sich eine Auszeit mit einem Kurs gönnen, denn dann liegt auch sofort ein Gefühl von Vertrautheit "in der Luft". Dieses gemeinsame Erleben tut jeder Freundschaft gut und so freue ich mich jetzt auch schon auf mein ganz persönliches Frauenwochenende, dass ich alljährlich mit meiner alten Schulfreundin Sandra verbringe. Anfang Oktober ist es wieder soweit...

 

Liebe Renate und liebe Walburga, ich danke euch für die schöne Zeit und Fröhlichkeit, die ihr mit in unser Haus gebracht habt!

 

Für die von euch, die sich auch solch ein Puppenkind wünschen, aber nicht zum Kurs kommen können, schaut doch gleich Anfang September mal in meine Schatzkiste, denn dann wird wieder ein Puppenkind von mir liebe Eltern suchen. Im kommenden Monat werde ich hauptsächlich die nächsten beiden Märkte vorbereiten und ein paar Puppenwünsche nähen. Ach ja, und ungefähr 25 mal Geburtstag feiern, denn in unserer Familie gibt es viele Jungfrauen und auch eine Waage...

 

Herzlich,

eure Sanne

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22. August

Wieder daheim

 

Ihr Lieben, bevor ich die Tür zu meiner Werkstatt öffne und wieder ganz und gar Puppenmacherin bin, möchte ich euch noch ein paar Eindrücke von unseren Urlaubswochen geben. Angefangen haben unsere Ferien mit einer Woche Wellen und Sand an der Ostsee. Sieben Tage lang hatten wir schönstes Strandwetter und haben uns die Zeit mit baden, Sandburgen bauen, Boccia, Volleyball und relaxen vertrieben. Ich war --- wie immer, wenn wir irgendwo am Meer sind --- oft spazieren, um Muscheln und Steine zu suchen. Damit könnte ich durchaus einen ganzen Tag verbringen oder zwei! Ich habe aber auch viel gelesen, jongliert und Karten geschrieben. Es tat gut, mal wieder etwas häufiger zum Stift zu greifen und "richtige Post" zu verschicken. Ich mache das auch sonst gerne, aber im Urlaub bleibt dafür einfach mehr Zeit. Die habe ich mir ganz bewußt auch immer wieder genommen, um dem Möwengeschrei und dem Rauschen der Wellen zu lauschen - denn dabei kann ich prima entspannen.

 

Beeindruckend fand ich das kleine Naturschauspiel, als sich rund um die Sonne ein Regenbogen bildete. "Halo" nennt es sich, wie ich herausgefunden habe. Wunderschön waren auch die Sonnenuntergänge, die wir von der Terrasse unserer Unterkunft mit Blick auf den Schmollensee jeden Tag erleben konnten. Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern und Geschwistern oft nach Bansin und Sellin gefahren und habe schöne Erinnerungen an diese Urlaube. Unseren Jungs hat es so gut gefallen, dass sie nächstes Jahr wieder dorthin möchten...

 

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Sonnenverwöhnt kamen wir aus dem warmen Norden in den recht kühlen Harz, wo wir unsere zweite Woche verbracht haben. Auch wenn wir jedes Jahr ein paar Mal nach Ritzgerode fahren, sind wir immer wieder gerne dort und entdecken auch immer wieder etwas Neues! "Ritz" läd ja vor allem zum wandern und Natur beobachten ein. Auf unseren Spaziergängen haben wir sogar noch ein paar Walderdbeeren und Himbeeren naschen können. Tilman und Wenzel hatten diesmal richtig Lust, in der Werkstatt zu hämmern, schnitzen und sägen. Heraus kamen dabei ein Hochstand und ein Blockhaus mit abnehmbaren Dach. Ich habe derweil Kräuter gesammelt für Salate und wieder mal ein paar Karten geschrieben.

 

Sehr interessant war unser Ausflug ins Spengler-Museum in Sangerhausen, in dem ein riesiges Mammut-Skelett steht. Es ist zwar nur ein sehr kleines Museum, aber mit so viel Liebe geführt und "eingerichtet", dass es wirklich Freude macht, in die Geschichte von Sangerhausen und auch der künstlerisch und handwerklich sehr begabten Familie Spengler einzutauchen. Ja, und bis ganz früher zurück, wofür Steine und Fossilien Zeugen sind. Spannend fand ich die Entwicklung von Sangerhausen zur Stadt und dabei besonders die Ausstellung zu den alten Gewerken und Spielzeug. Unglaublich wie aufwendig z.B. die Blaudrucke damals waren. Allein schon die filigran geschnitzten Muster! In handgearbeiteten Dingen sieht man einfach die Liebe, mit der sie erschaffen wurden und sie bekommen dadurch "Seele". Genau das liegt mir ja bei meinen eigenen Puppen und gefilzten Dingen besonders am Herzen!

 

Auch der tolle Bioladen, den wir in Eisleben im Katharinenstift entdeckt haben, ist mir noch gut in Erinnerung. So ein schönes und reiches Angebot an Gewürzen habe ich noch nie vorher irgendwo gesehen! Jetzt haben wir endlich eine richtig gute Adresse, wenn wir wieder "unser" Ritz besuchen. Außerdem sind die Leute in dem angenehm eingerichteten Laden auch super nett und bieten sogar Mittagessen an, das in dem schönen Ambiente des alten Klosters ein echter Genuss ist!

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Der Pflaumenbaum in Ritz warf diese Frucht mit "Herzgravur" ab, mein Mann Georg hat sie entdeckt.

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Am Wochenende sind wir kurz nach Hause gefahren, weil Tilman wieder einen Auftritt hatte. Der Sonntag wurde ein ganz besonders schöner Tag! Meine Eltern und meine Omi waren zu Besuch und auch unsere Freunde, die Füßleins, haben wir eingeladen und zusammen "Emil und die Dedektive" gesehen. Danach saßen wir alle an einem herrlich gedeckten Tisch und haben ein fantastisches Abendbrot genossen! Ich mag es, wenn unser Tisch voll ist und eine große Runde fröhlicher Menschen beherbergt. Selbst das Wetter spielte mit und blieb schön. Ich habe mich ganz besonders gefreut, dass meine liebe und beinahe 90 Jahre alte Omi das Theaterstück miterleben konnte. Sie ist schon als Kind früher selber oft aufgetreten und hat später dann Gesang studiert und sich dieses Studium vor allem mit ihren tollen Strickereien finanziert, die in einer Boutique verkauft wurden. Sie fand, dass die Theatergruppe auf der Küchwaldbühne toll gespielt und gesungen hat und war total glücklich, mit dabei zu sein. Auf dem linken Bild schleicht sich Herr Grundeis gerade an Emil heran, um ihm das Geld zu klauen und rechts singen Gustav und Emil am Ende des Stücks ein Duett über Freunde, denn das sind die beiden ja während der Jagd hinter dem Dieb geworden.

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Die restlichen Ferientage haben wir dann in der Lüneburger Heide verbracht und eine meiner Puppenfreundinnen und ihren Mann, den kleinen süßen Hund Pelle, die beiden Katzen sowie ein paar Freunde besucht. Letztes Wochenende war eine Kunstausstellung und man konnte sich nicht nur die vielen wunderschönen Dinge aus Stoff, Wolle, Holz, Ton und Metall ansehen, sondern auch die Ateliers und Werksstätten besuchen, was ich besonders interessant fand. Ich denke, ein Werkraum sagt schon vieles über einen Künstler aus, wie er lebt und was ihn bewegt, motiviert und inspiriert. Die Ausstellung wurde mit viel Liebe und Engagement organisiert und es machte uns Spaß, überall zu stöbern. Am späten Samstagnachmittag hat uns das schöne Wetter dann zum baden zurück ins Naturbad gelockt, wo wir in einer einfachen kleinen Holzhütte übernachtet haben. Der Name dieses Kleinods ist "Aquadies" und die Wortspielerei mit "Paradies" ist wirklich nicht übertrieben --- es ist einfach wunderschön dort! Die Lüneburger Heide ist überhaupt landschaftlich sehr reizvoll...

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Vom Urlaub bringt man ja nicht nur viele schöne Erlebnisse mit, sondern leider auch immer einen riesigen Wäschehaufen. Daher ging der Tag heute hauptsächlich mit der ganzen Wäscherei vorrüber, wobei ich fleißige Helfer hatte, nämlich die Sonne und den Wind, sodass schnell alles wieder trocken wurde und im Kleiderschrank verschwand! Auch in den nächsten Tagen soll es ja sehr heiß werden, deshalb habe ich vorhin noch roh-köstliches Eiskonfekt gemacht, von dem wir morgen dann naschen können.

 

Ich sage nun "Gute Nacht" und freue mich schon wieder auf meine Puppenkinder und Filzereien!

 

Herzlich,

eure Sanne

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